98 Prozent für Schwarz

Kommunales

Große Zustimmung: Mit 98,14 Prozent hat die Stadtverbandskonferenz der Ludwigshafener SPD gestern Abend Andreas Schwarz (im Bild gratuliert ihm Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck) als neuen Kämmerer sowie Ordnungs- und Feuerwehrdezernenten nominiert. Bei der Wahl im Ruchheimer Bürgerhaus votierten 53 der 54 Delegierten für den 50-Jährigen. Es gab eine Nein-Stimme. Schwarz sprach von einem „überwältigenden Vertrauensbeweis“. Am Montagnachmittag soll er im Stadtrat gewählt werden. Die Wahl gilt angesichts der breiten Mehrheit von SPD und CDU als sicher. Aktuell ist Schwarz noch Bürgermeister in Frankenthal. In Ludwigshafen folgt er auf Dieter Feid, der seit 2011 Kämmerer ist und nun komplett an die Spitze der Technischen Werke (TWL) wechselt. Den Job als kaufmännischer TWL-Vorstand hatte er die vergangenen Monate schon kommissarisch und zusätzlich zu seiner Dezernententätigkeit bekleidet. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck bezeichnete Schwarz als „meinen absoluten Wunschkandidaten“. Er sei ein erfahrener Kämmerer und gut vernetzt. Zugleich dankte sie Dieter Feid für seine Arbeit, was die Genossen mit viel Applaus bekräftigten. Schwarz, der in Oppau aufgewachsen ist, betonte, dass er mithelfen wolle, „dass Ludwigshafen eine lebenswerte Stadt bleibt“. Die Schulden von über einer Milliarde Euro seien eine „gewaltige Last“. Ein Patentrezept habe auch er nicht, bekannte Schwarz offen. David Guthier, Vorsitzender des Stadtverbands, sagte: „Wir sind der Überzeugung, dass Andreas Schwarz genau der Richtige ist, auch wenn es keine einfache Aufgabe ist.“

(Rheinpfalz vom 05.12.2018)