Im Foto: Gregory Scholz, MdL
„Es freut mich, dass der Umsatz der BASF im dritten Quartal unerwartet stark steigt. Umso mehr irritiert es mich, dass der Finanzchef im gleichen Zuge hervorhebt, dass die BASF in den ersten neun Monaten des Jahres doppelt so viele Stellen abgebaut habe, wie im Jahr 2025. Laut Rheinpfalz-Bericht sind es im Jahr 2026 allein zwischen 3.600 und 4.200 Stellen im Stammwerk Ludwigshafen. Diese „Transformation“ in Form von Personalabbau ist vielleicht für den Vorstand des Unternehmens eine gute Nachricht, aber nicht für Ludwigshafen, die Region und die rund 4.000 Menschen, die in diesem Jahr ihre Arbeit verloren haben.
Diese abgebauten Arbeitsplätze sind nachhaltig verloren. Ich sehe darin keine Managementleistung der BASF, auch wenn das Unternehmen vor allem auf natürliche Fluktuation, Vorruhestandsregelungen und freiwillige Aufhebungsverträge setzt. Wichtig und notwendig wäre es, die vorhandenen Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten und den Mitarbeitenden so Sicherheit zu geben“, so der Ludwigshafener SPD-Landtagsabgeordnete Gregory Scholz zu der gestrigen Präsentation der BASF-Quartalszahlen. „Viele Mitarbeitende sind in Sorge um ihre berufliche und auch finanzielle Zukunft, wenn sich der von der BASF eingeschlagene Weg des Personalabbaus weiter fortsetzt. Für die Beschäftigten bedeutet der Stellenabbau dauerhafte Unsicherheit, wenn auch betriebsbedingte Kündigungen am Standort Ludwigshafen nach einer Vereinbarung der Sozialpartner bis Ende 2028 ausgeschlossen sind. Natürlich ist die BASF unter dem Druck der weltwirtschaftlichen Lage gezwungen, Kosten zu senken, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Dass die BASF ein starkes Unternehmen in Ludwigshafen bleiben muss, unterstütze ich vollumfänglich. Mit reinem Kostensparen als Universalmaßnahme, hebt man sich jedoch nicht von anderen Unternehmen ab. Wohlstand und Wachstum ergeben sich erst aus Investitionen und Innovation. Dabei besteht die zentrale Herausforderung darin, die auf vielen Ebenen sicherlich notwendigen Einsparungen mit der sozialen Verantwortung gegenüber den Beschäftigten in Einklang zu bringen und dabei in stetem Austausch mit den Arbeitnehmendenvertretungen zu bleiben. Ich erwarte von der Unternehmensleitung, dass sie diese Herausforderung meistert“, so Scholz abschließend.
