Bessere Bahn und stärkere Baustellen-Koordination vor Ort gegen drohenden Verkehrskollaps

Veröffentlicht am 12.08.2026 in Aktuell

Foto: Pixabay / Wolfgang Bantz

Die Warnung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) vor einem Verkehrskollaps in der Metropolregion Rhein-Neckar trifft nach Ansicht der SPD-Stadtratsfraktion Ludwigshafen wichtige Punkte der aktuellen Problematik. „Wir unterstützen die Forderung der Gewerkschaften – wie auch der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) – nach einem leistungsfähigen und verlässlich finanzierten ÖPNV, ausreichenden betrieblichen Kapazitäten und vor allem genügend Personal bei der Bahn und fordern gleichzeitig auch eine stärkere Koordinierung von Baustellen und Umleitungen in der Region“, verdeutlicht der verkehrspolitische Sprecher Christian Schreider.

„Die Gewerkschafter haben Recht: Man kann die Menschen angesichts gesperrter Brücken und überlasteter Straßen nicht zum Umstieg auf Bus und Bahn auffordern und gleichzeitig bei Personal, Infrastruktur und betrieblichen Reserven auf Kante fahren“, so Schreider. „Die aktuelle Situation zeigt sehr deutlich, dass wir beim öffentlichen Verkehr nicht nur über neue Angebote reden dürfen. Diese Angebote müssen auch tatsächlich zuverlässig erbracht werden können.“

Besonders wichtig sei dabei die ausreichende Personalausstattung der Bahn. „Die Forderung nach genügend Beschäftigten in Zügen, Stellwerken, Werkstätten und bei der Infrastruktur ist elementar. Das ist nicht abstrakt, sondern betrifft uns in der Region ganz konkret. Immer wieder führen beispielsweise Personalengpässe im Stellwerk Ludwigshafen zu erheblichen Störungen und Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Das darf angesichts der ohnehin angespannten Verkehrslage nicht hingenommen werden.“

„Wer die Deutsche Bahn dauerhaft leistungsfähiger machen will, darf deshalb nicht beim betriebsnotwendigen Personal sparen“, ergänzt die Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Julia May. „Wir brauchen mehr Ausbildung, Einstellungen und vor allem auch langfristige Bindung von Beschäftigten. Ein besserer Fahrplan allein bringt den Menschen nichts, wenn Züge wegen fehlender personeller oder technischer Kapazitäten nicht zuverlässig fahren können.“

Zugleich fordert die SPD-Fraktion erneut eine bessere Abstimmung der Baustellen- und Verkehrskonzepte in der Metropolregion. „Die Sperrung der Kurt-Schumacher-Brücke fällt mit zahlreichen weiteren Baustellen und Engpässen auf den Straßen zusammen. Das zeigt, wie dringend wir eine viel stärkere Koordinierung der Verkehrsinfrastrukturplanung in der gesamten Region brauchen“, erklären May und Schreider.

„Bund, Länder, Region und Kommunen müssen ihre Planungen viel enger aufeinander abstimmen. Wenn wichtige Straßen- und Bahnverbindungen gleichzeitig beeinträchtigt werden, muss die Koordination umso stärker sein“, so Schreider und May. „Wir brauchen ein regionales Baustellen- und Umleitungsmanagement, das die Auswirkungen auf das gesamte Verkehrsnetz berücksichtigt. Die Metropolregion verdient ein belastbares Gesamtverkehrskonzept insbesondere für Krisen- und Baustellenzeiten, die ja in den nächsten Jahren Dauerzustand sein werden.“

Homepage SPD-Stadtratsfraktion Ludwigshafen

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