Einführung eines Sozialtickets

Kommunales

Sozialticket: Zunächst Vorstoß über den Verkehrsverbund

SPD: Notfalls im Alleingang

Die Einführung eines Sozialtickets für den Nahverkehr will die SPD zunächst über den Verkehrsverbund Rhein-Neckar durchsetzen. Wenn dies aber innerhalb eines Jahres nicht gelinge, werde es eine eigenständige Regelung in Ludwigshafen geben, teilte Fraktionschefin Heike Scharfenberger mit. Dies sei in der Koalitionsvereinbarung mit der CDU klar festgelegt worden.

Zunächst soll OB Eva Lohse als Vorsitzende des Verbandes Region Rhein-Neckar (VRRN) das Thema im dortigen Gremium ansprechen, um eine Lösung herbeizuführen. Wenn dieser Vorstoß scheitern sollte, gibt es nach Angaben der SPD ein spezielles Sozialticket für Ludwigshafen. Dies könne so ähnlich wie die in Mannheim und Heidelberg erfolgreich praktizierten Modelle aussehen, sagte Scharfenberger. "Die Sozialdemokraten haben klare Vorstellungen zu dem Thema. Die Mobilität sozialschwacher Menschen ist ein notwendiger Bestandteil zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben." Die CDU hatte darauf gepocht, dass der Personenkreis einen Eigenbeitrag für das Sozialticket bezahlt, um die Kosten in Grenzen zu halten.

(Mannheimer Morgen vom 26. Juni 2014)