SPD: Die Mehrheit der Muslime ist nicht gewaltbereit!

Pressemitteilung

Bei einer Fachveranstaltung zu Fragen von Kinder- und Jugenddelinquenz in Ludwigshafen wurde die Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Hannover vorgestellt. "Sind junge Muslime gewaltbereiter?", sind die derzeitigen Schlagzeilen in der Öffentlichkeit.

Der Studie zufolge würde die Gewaltbereitschaft unter muslimischen Jugendlichen mit zunehmender Bindung an den Islam wachsen. „Allerdings stellt die Studie die Zusammenhänge weit differenzierter dar, als sie auf breiter Basis wahrgenommen werden“, so Hayat Erten, Vorsitzende des Ludwigshafener Migrationsbeirates und Mitglied der SPD-Fraktion.

Neben der Religion spielen viele andere Faktoren eine entscheidende Rolle. „Der Zuusammenhang von Gewaltbereitschaft mit sozialer Benachteiligung, Machokultur, Nutzung gewalthaltiger Medien und geringerer Bildungschancen usw. macht deutlich, wie wenig eine einseitige Zu-ordnung zum Faktor Religion der Realität gerecht wird“, betont Erten. Wenn Imame zur Vermittlung des muslimischen Glaubens, die nur zeitweise in Deutschland leben, wenig bis kein Deutsch können, dann ist der Aufbau einer positiven Beziehung zur deutschen Kultur sicherlich erschwert.

Stadtrat und Ortsvorsteher Antonio Priolo: „Auch die neue Studie aus Hannover stellt fest, dass die absolute Mehrheit der Muslime genauso wenig gewaltbereit ist wie Nichtmuslime. Besorgniserregend ist aus Sicht der SPD, wie hier verkürzt wichtige Themen in den Medien abgehandelt werden“.

Heinz Müller vom Institut für Sozialpädagogisch Forschung in Mainz (ISM) konnte aus den Evaluationsergebnissen der wissenschaftlichen Begleitung des Haus des Jugendrechts Ludwigshafen belegen, dass jugendliche Migranten in Ludwigshafen kriminalstatistisch keineswegs überrepräsentiert sind. Der Mainzer Sozialwissenschaftler sparte nicht mit Lob für die kooperative Arbeit in Ludwigshafen.

„Sowohl das Mainzer Forschungsinstitut als auch die Ergebnisse des Instituts aus Hannover belegen eindeutig, dass Prävention wirkt und nicht erfolglos ist“ unterstreicht Anke Simon, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Stadtrats-fraktion. Simon: „In Ludwigshafen hat das von Sozialdemokraten initiierte Haus des Jugendrechts nachweislich zu einer Senkung der Jugendkriminalität geführt“.

 

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