Neujahrsempfang der Ortsvorsteherin Heike Scharfenberger

Ortsverein

Trotz weiterhin angespannter Finanzlage bleibt Ruchheim ein lebens- und liebenswerter Stadtteil

Im sehr gut besuchten Saal des Gemeinschaftshauses Ruchheim begrüßte Ortsvorsteherin Heike Scharfenberger die vielen Gäste, darunter Vertreter der örtlichen Vereine, der Gewerbetreibenden und aus der Politik.

Die Neujahrsansprache der Ortsvorsteherin beleuchtete sowohl das vergangene Jahr als auch die Herausforderungen für das noch junge neue Jahr. Das Jahr 2014 hatte weltweit vor allem dramatische Tiefen wie die Ebola-Epidemie in Westafrika, die Krim-Krise in der Ukraine oder auch der Vormarsch des IS. Die daraus resultierende Flüchtlingswelle wird auch Auswirkungen in Ludwigshafen haben. Vor Terror und Krieg flüchtenden Menschen werden bei uns eine neue Heimat finden.

Heike Scharfenberger: „Das Ziel, alle Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen, hat für uns absolute Priorität.“

Dass der islamistische Terror auch Europa nicht verschont, zeigt der barbarische Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" in Paris.

„Dieser gewaltbereite islamistische Fundamentalismus  muss mit allen Mitteln des Rechtsstaates bekämpft werden. Allerdings darf man die Gewalttaten nicht einer ganzen Religionsgemeinschaft anlasten, deren Großteil aus friedliebenden, unbescholtenen Menschen besteht. Es geht nicht, dass wir zulassen, dass mit Vorurteilen und Verallgemeinerungen Stimmung gegen Minderheiten auf dem Rücken der Flüchtlinge gemacht wird.“

Auf kommunaler Ebene ist nach wie vor das Kernproblem die schlechte finanzielle Lage der Stadt. Der Haushalt der Stadt Ludwigshafen ist geprägt von ca. 93 % Pflichtaufgaben und nur ca. 7% für sogenannte freiwillige Leistungen und somit bleibt nur wenig Freiraum für politisches Handeln, für große Zukunftsentwürfe mit eigenen Mitteln ganz zu schweigen. Erfreulich ist, dass die öffentlichen Einrichtungen auf dem jetzigen Niveau erhalten werden können, auch wenn hier noch sehr viel Geld in den notwendigen Brandschutz fließen wird. Auch unsere Straßen werden in den kommenden Jahren weiter saniert werden. Ein erster Abschnitt der Oggersheimer Straße konnte noch im Dezember saniert werden. Die Umgestaltung des Bolzplatzes in ein Beachsoccerfeld konnte im letzten Jahr, auch Dank der  Spende der Sparkasse  Vorderpfalz zu ihrem Jubiläum, abgeschlossen werden.  Die offizielle Einweihung wird im Frühjahr mit einem Fußballturnier gefeiert. Dies wäre nicht möglich gewesen ohne die Hilfe vor Ort, ob von Gewerbetreibenden oder dem Verein  „Kinderfreundliches Ruchheim“.

Engagement für das Allgemeinwohl zeigt sich in Ruchheim in vielfältiger Weise, sei es bei der Ruchheimer Feuerwehr, bei den Landfrauen oder den vielen Veranstaltungen und Aktionen der Ruchheimer Vereine. Das größte Ruchheimer Fest, die Kerwe, fand erstmals ohne Umzug statt. Leider können die Auflagen und die Kosten von den wenigen teilnehmenden Vereine kaum noch getragen werden.

Im Namen des Stadtteils Ruchheims bedankte sich Ortsvorsteherin Heike Scharfenberger sehr herzlich für das Engagement im Jahr 2014. „Mein Dank gilt ganz besonders dem Ortsbeirat, den Vereinen, allen Ehrenamtlichen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, die sich für unseren Stadtteil eingesetzt haben.

Für 2015 stehen einige Aufgaben und Projekte an. Wünschenswert wäre endlich eine Lösung für die große Bauruine in Nordost.  Weitere Maßnahmen im Rahmen der Ortskernsanierung werden folgen. Auch die Entwicklung des Baugebiets Nordost mit einer vielleicht realisierbaren 2. Haltestelle der RHB wird gerade für junge Familien sehr attraktiv. Dabei dürfen aber die Verkehrsbelastungen der Ruchheimer Bürgerinnen und Bürger nicht zunehmen, da unser Ort hier schon an seine Grenzen stößt. Trotz einiger Maßnahmen der Vergangenheit, wie zum Beispiel Durchfahrtsverbote, durchgehende 30 Stundenkilometer, Einrichtung von Verschwenkungen oder auch das Aufstellen von Pflanzenkübeln sind wir bereits heute schon stark von Durchgangsverkehr belastet. Durch eine Erschließung des Gewerbegebietes „Am Römig“ auf Frankenthaler Gemarkung könnte es genau zu dieser Mehrbelastung in Ruchheim kommen. Deshalb pochen wir auch auf eine entsprechende vertragliche Regelung zwischen Ludwigshafen und Frankenthal, dass eben eine Ertüchtigung der Verkehrsanschlüsse stattfinden muss, und zwar bevor die Ansiedlungen im Römig in Betrieb gehen.

Scharfenberger: „So liegt ein ereignisreiches Jahr 2015 vor uns. Wir wollen das in enger Kooperation mit den Ortsbeiratsmitgliedern, dem Stadtrat und der Verwaltung angehen, entschlossen und zupackend, aber auch mit Augenmaß. Denn wir müssen ebenfalls dafür sorgen, dass die nächsten Generationen einen fruchtbaren Boden vorfinden, der nicht ausgelaugt und ausgeplündert ist.“

Zum Abschluss ihrer Rede wünschte die Ortsvorsteherin Allen für 2015 erfolgreiches Arbeiten, erfreuliche Begegnungen und positive Überraschungen.

Dass ausreichend Vertrautes bleibt, aber auch dass genügend Platz da ist, um das Neue wachsen zu lassen. In diesem Sinne wünsche ich allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr mit viel Erfüllung, Bestätigung und Zufriedenheit, beruflich wie persönlich!

 

Die Chorgemeinschaft Ruchheim unter der Leitung von Lucia Lewczuk umrahmte die Veranstaltung musikalisch mit mehreren Liedern, eines davon von der jungen Solistin Emma Fähndrich gesungen, der Enkelin des Vorsitzenden der Chorgemeinschaft Horst Nicklis. Unter der Leitung von Susanne Ellspermann zeigten die Tänzerinnen von „TANZtRAUM“ ihr glanzvolles Können. Stolz erzählte Marion Kremer mit welch großem Engagement die Sternsinger in diesem Jahr trotz der widerlichen winterlichen Verhältnisse von Haus zu Haus zogen und Spenden für soziale Projekte sammelten.    Eine Neujahrsbrezel bekam Ortsvorsteherin Heike Scharfenberger vom Vorsitzenden des Ruchheimer Gewerbeverbands, Edgar Stöfler, überreicht. Zur Lösung der Verkehrsbelastungen stellte der Gewerbeverband eine Ampel vor, die von dem Ruchheimern ferngesteuert immer auf grün gestellt werden kann. Zum Schluss machte auch Fasnachtsclub Ruchemer Schlosshogger seine Aufwartung und zog mit seiner Abordnung in die gute Stube Ruchheims ein. Die kleinen Schlossgeister begeisterten die Gäste mit ihrer Darbietung.

 

 

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