Halberg-Aus: Doris Barnett kritisiert Investor

Kommunales

„Alle Anstrengungen umsonst?“ Das fragt sich die Ludwigshafener SPD-Bundestagsabgeordnete Doris Barnett mit Blick auf die geplante Betriebsschließung des Maschinenbauers Halberg am Rheinufer Süd. Für sie kam die Ankündigung am Montag überraschend. Der Schritt sei unverständlich.

„Vor gerade mal zehn Monaten wurde dieser Betrieb von der Sihi-Gruppe an die US-amerikanische Flowserve verkauft. Halberg hatte sich wieder berappelt, Mitarbeiter haben durch enormen Lohnverzicht und auch durch Arbeitsplatzverzicht geholfen, den Betrieb aus den Finanzproblemen herauszubekommen“, schreibt Barnett. Auch das Land habe das Unternehmen bei der Umgestaltung des Werksgeländes mit Steuergeldern unterstützt. „Und jetzt das Aus für die ganze Belegschaft bis spätestens Ende 2016. Da darf man den Eigentümer schon mal fragen, was der Zweck des Kaufs von Halberg war“, meint die 62-Jährige. Daher werde es nun darauf ankommen, was bei den anstehenden Verhandlungen aus den Einlagen der Mitarbeiter und was aus den staatlichen Zuschüssen werde. Klar sei: Wer sich als Investor so verhalte, könne nicht auf Verständnis stoßen. Sie hoffe dennoch, dass es noch gelinge, „eine für alle akzeptable Lösung zu erreichen, um diesen für die Stadt und die Region wichtigen Arbeitgeber zu erhalten“.

​(Rheinpfalz vom 09.09.2015)