Die Region braucht das Sozialticket SPD-Fraktionen aus Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen gehen gemeinsam voran

Pressemitteilung

Etwa 40.000 Menschen in den drei großen Städten der Metropolregion Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim könnten von einem Sozialticket profitieren. Menschen, die beispielsweise von der Grundsicherung leben, stehen rund 20 Euro für den öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung. Damit können sie derzeit etwa fünf Mal beispielsweise ein Amt aufsuchen. Kommen Arztbesuche oder alltägliche Besorgungen hinzu, reichen diese Möglichkeiten nicht aus. Deshalb fragten die SPD-Fraktionen aus Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen in einer gemeinsamen Veranstaltung im Mannheimer Stadthaus: „Braucht die Region das Sozialticket?“

Einen Erfahrungsbericht gab Dr. Klaus Vorgang, Vorstand des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR). Dort gibt es seit einigen Jahren ein Sozialticket. Vorgang zog das Fazit, dass der Bedarf der Menschen für ein vergünstigtes Ticket vorhanden ist. Jede Region müsse dabei genau prüfen, welches Modell das richtige sein könnte. Dabei geht es etwa um Preisgestaltung und Reichweite des Tickets.

In der anschließenden Diskussion mit Fragen der etwa 70 Gäste gab es schnell Einigkeit, die Heike Scharfenberger, Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion aus Ludwigshafen, auf den Punkt brachte: „Die Antwort auf die Frage der heutigen Veranstaltung ist eindeutig: Ja, die Region braucht das Sozialticket! In Ludwigshafen fordert die SPD seit einigen Jahren ein Sozialticket. Gemeinsam in der Region könnte man hier einen Schritt weiterkommen.“ Ralf Eisenhauer, Vorsitzender der Mannheimer SPD-Gemeinderatsfraktion, stellte fest: „Das Sozialticket ist ein wichtiges Thema für die gesamte Region. Gerade die SPD in den großen Städten steht dafür, dass alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dazu gehört auch die Möglichkeit, kostengünstig mobil sein zu können. Ein Sozialticket bietet vielen Menschen die Chance dazu.“

Rüdiger Schmidt, Geschäftsführer der Unternehmensgesellschaft im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (URN), stellte fest: „Das Thema gärt. Wir erkennen, dass die Diskussion konkreter wird. Um die Akzeptanz für ein verbilligtes Metropolticket auch bei den Verkehrsunternehmen zu erhöhen, ist möglicherweise ein schrittweises Vorgehen sinnvoll, wie etwa durch das gerade vom Heidelberger Gemeinderat beschlossene Sozialticket. Direkte Erfahrungen sind notwendig.“ In Heidelberg wird vor den Sommerferien die Entscheidung für die Einführung des Sozialtickets fallen, ein Ticket, das dann in der gesamten Region gilt. Wie viel das Sozialticket kosten wird, wird bis dahin in den Gremien beraten. Dabei wird man sich am „Jobticket“ sowie der „Karte ab 60“ orientieren. Berechtigt sind etwa Empfängerinnen und Empfänger der Grundsicherung. Prof. Dr. Anke Schuster, Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion Heidelberg, informierte: „Heidelberg kann möglicherweise als Pilotprojekt dienen, um Erfahrungen zu sammeln. Nach einer ersten Phase können wir das Ticket bedarfsgerecht weiterentwickeln. Dabei geht es beispielsweise um die Frage, ob man ein Jahresabo anbietet oder das Ticket auch nur für bestimmte Monate eingekauft werden kann. Für uns ist entscheidend, dass die Kommune das Angebot stemmen kann.“ Irmtraud Spinnler, SPD-Sprecherin im Verkehrsausschuss, informierte: „Ich bin froh, dass dank des Vortrags von Dr. Vorgang bestätigt werden konnte: Führt man ein Sozialticket ein, benötigt man keine zusätzlichen Bahnen oder Busse. Dies ist wichtig für die Planungen bei der Einführung.“

Für Holger Scharff, Sozialexperte der Ludwigshafener Stadtratsfraktion, ist klar: „Ein Sozialticket sollte für die gesamte Region gelten, um attraktiv zu sein. Darüber hinaus muss man genau klären, welche zusätzlichen Einnahmen durch ein passendes Sozialticket entstehen.“ Marianne Bade, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Gemeinderatsfraktion in Mannheim betonte: „Für die SPD in der Region spielt das Thema seit Jahren eine wichtige Rolle. Das im vergangenen Jahr eingeführte Sozialticket in Mannheim zeigt: Der Bedarf ist enorm groß. Wir bleiben hier dran.“

 

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