AfA Vorderpfalz: Die Gesellschaft muss wieder sozialer und solidarischer werden

Arbeit

AFA

Die AfA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD) Vorderpfalz hat folgenden Antrag am 12.04.16 einstimmig beschlossen:

Die Gesellschaft muss wieder sozialer und solidarischer werden

„ AFA UB Vorderpfalz - Forderungen an die SPD „

Die Wahlergebnisse für die SPD bei den letzten Wahlen sind in vielen Bereichen besorgniserregend. Manche Ergebnisse gerade für die AFD und andere rechte Gruppierungen machen deutlich, dass immer mehr sozial schwächere Bürgerinnen und Bürger nicht mehr die SPD oder Die Linke wählen, sondern aus Protest ihre Stimme dem rechten Rand geben. In manchen Wahlbezirken in unserem Bereich waren dies bis zu 30 %.

Arbeitnehmer / Innen, Rentner / Innen, Arbeitslose und andere sozial schwache Menschen trauen der SPD die sozialen Themen nicht mehr zu. Hartz IV  bringt Menschen innerhalb kürzester Zeit in finanzielle Schwierigkeiten. Das mit Hartz IV gewollte „ Fördern und Fordern „ gab es noch nie. Betroffene können ihre Wohnung verlieren, weil die Sanktionen durch den Berater / In beim Job-Center bis in die Miete oder die Nebenkosten eingreifen.

Wir brauchen wieder eine menschlichere Gesellschaft und eine Sozialpolitik, die diesen Namen auch verdient

Der AFA Unterbezirksvorstand fordert die SPD auf wieder zu ihren Grundpositionen zurück zu finden und eine Politik für die Menschen zu machen.

Die SPD muss das soziale Gewissen und immer ein verlässlicher Partner der Arbeitnehmer / Innen und Gewerkschaften für gute Arbeit und gutes Leben sein.

Die AFA Unterbezirk Vorderpfalz fordert daher:

  • gleicher Lohn für gleiche Arbeit für Frau und Mann
  • keine Abkehr von Tariftreue
  • bei Ausstieg aus Tarif – Tarif für allgemein verbindlich erklären
  • keine Abkehr vom Mindestlohn
  • vorhandene Ausnahmen beim Mindestlohn beseitigen
  • keine neue Ausnahmen beim Mindestlohn z.B. bei Asylbewerbern und Flüchtlingen
  • ständige Anpassung des Mindestlohn – Ziel mindestens 15 €
  • starke Einschränkung von Werkverträge und Leiharbeit in den Betrieben – starke Einbindung der Betriebsräte in diesem Bereich
  • gebührenfreie Meisterausbildung
  • keine befristete Arbeitsverträge von Lehrer / Innen die vor den Ferien auslaufen – Ziel nur Festeinstellungen und keine Befristungen – Lehrer / Innen werden immer gebraucht
  • mehr Förderung der Arbeitslosen / Langzeitarbeitslosen
  • keine Sanktionen bei den Mieten und Nebenkosten da sonst Wohnungsverlust droht
  • Anpassung des Hartz IV Satzes auf 500 €
  • Erhöhung des Hartz  IV Satzes für die Kinder aller Altersgruppen
  • gebührenfreie Bildung muss bestehen bleiben
  • Einsatz für einen paritätischen Krankenversicherungsbeitrag
  • Verbesserungen in allen Sozialbereichen im Interesse der Menschen
  • Rückführung des Renteneintrittsalter auf 65 Jahre fest
  • Ausbau bezahlbarer sozialer Wohnungsbau für alle betroffene Bürger / Innen
  • Sozial differenzierte Einkommenssteuer mit einem höheren Spitzensteuersatz
  • Wiedereinführung der Vermögenssteuer
  • Wiedereinführung der Erbschaftssteuer

Innerhalb der Partei:

  • Stärkung der Arbeitsgemeinschaften auf allen Ebenen
  • Aufstellung der Listen für Bundes-, Landtags-, Kreis- und Stadtratsfraktionen usw. auf eine breitere Basis stellen – keine Entscheidungen in den Hinterzimmern der Macht
  • Mitgliederentscheidungen bei Spitzenpositionen
  • Überdenken der Quotenregelung auf allen Ebenen
  • Bessere Einbindung der rein ehrenamtlichen Mitglieder als Delegierte auf den Parteitagen aller Ebenen

Ansprechpartner:

Vorsitzender:
Holger Scharff * Erbgasse 12 * 67065 Ludwigshafen am Rhein

Tel. 0621 – 57 78 88 Fax: 0621 – 572 406 10 Email: Holger.Scharff@gmx.de Mobil: 0177 214 58 68

 

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