Bericht aus dem Ortsbeirat

Kommunales

Priolo: Kaufkraft soll im Stadtteil bleiben

Ortsbeirat Nord will Bus zwischen West und Hemshof

Die Bemühungen des Ortsbeirats Nördliche Innenstadt um eine direkte Busverbindung zwischen den Stadtteilen West und Hemshof drohen weiterhin ins Leere zu laufen. Einen neuen Vorstoß der SPD-Fraktion hat die Stadt mit Hinweis auf die bestehenden Verbindungen über das Rathaus-Center abgelehnt.

Dem Gremium geht es bei seinen Bemühungen um eine Direktverbindung um zweierlei: Zum einen um die nicht wenigen älteren Menschen in West, für die es mit der Schleife durch die Innenstadt ein Kraftakt sei, etwa zum Markt auf den Goerdelerplatz zu gelangen. Zum anderen sei ihm und seinen Mitstreitern daran gelegen, möglichst viel Kaufkraft im Stadtteil zu belassen, sagte Ortsvorsteher Antonio Priolo (SPD) in der Beirats-Sitzung am Dienstag im Rathaus. Denn wenn die Busse erst in die Innenstadt führen, würden viele bei der Gelegenheit auch dort aussteigen, um einkaufen zu gehen. Aus Kostengründen und weil eine direkte Verbindung zwischen den benachbarten Stadtteilen der nördlichen Innenstadt nicht rentabel erscheine, haben Stadt und Verkehrsbetriebe den neuerlichen Vorstoß wieder abgeschmettert. „Wir geben nicht auf“, äußerte Priolo dazu.

Sich noch mal Gedanken machen wollen die Ortsbeiratsmitglieder über die Gestaltung der Fläche im Friedenspark, die für Ballspiele hergerichtet werden soll. Bislang sei dort eine Sandfläche vorgesehen, erläuterte Priolo. Dieter Netter (Grüne) gab zu bedenken, dass eine Sandfläche schwierig sauber zu halten sei und regte an, die Jugendlichen selbst zu fragen, was sie auf der Fläche für Spielemöglichkeiten haben wollten.

Im Weiteren informierte Priolo über den Fortgang der Instandsetzung der Bürgermeister-Grünzweig-Straße zwischen der Rohrlach- und der Erzbergerstraße. Demnach dauern die Kanalarbeiten zwischen der Hohenzollern- und der Pettenkoferstraße noch bis Ende des Monats an. Bis Ende Juli will die GML dann eine Leitungsquerung zum Hallenbad Nord herstellen. Im August folgt dem die Instandsetzung der Sinkkasten- und Hausanschlussleitungen sowie die Kanalsanierung zwischen der Hohenzollern- und der Rohrlachstraße. Danach ist die Instandsetzung der Fahrbahn vorgesehen – die Arbeiten sollen im Laufe des November ihren Abschluss finden. Damit verbunden sein soll der barrierefreie Umbau der Bushaltestelle „Marienkirche“ stadtauswärts, der Umbau der Einmündung von der Bürgermeister-Grünzweig- in die Rohrlachstraße sowie die Einrichtung einer Querungshilfe auf der Grünzweig-Straße in Höhe der Erzbergerstraße. Der Verkehr in Richtung Innenstadt soll währenddessen ab der Kopernikusstraße über die Frankenthaler Straße umgeleitet werden.

Kommunalwahl-Streit zwischen SPD und CDU gab es dann noch kurz vor Sitzungsende. Der Vorwurf der SPD: Auf den Plakaten von CDU-Ortsvorsteher-Kandidat Wolfgang Leibig stehe „Ihr Ortsvorsteher“, dabei sei er lediglich Kandidat. Der Ortsvorsteher heiße hingegen nach wie vor Priolo, monierten die Genossen.

(Rheinpfalz, Artikel vom 08.05.2014)

 

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